Dienstag, den 12. April 2011 um 07:42 Uhr

Alles, was Sie wissen, ist falsch – hat Magnus Lindkvist mit Trendspotting recht?

Written by  Björn
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Foto: AmazonDie Leipziger Buchmesse in diesem Jahr ist schon wieder Vergangenheit und unser letzter Artikel war ja auch dieser gewidmet. Trotzdem haben wir noch nachträglich etwas gefunden, was den einen oder anderen interessieren könnte. Wer sich gern mit Zukünftigem beschäftigt und durchaus selber als Art Orakel auftreten will, der sollte sich über das Buch Trendspotting von Magnus Lindkvist näher informieren.

 

Klar bleibt bei jedem Schriftsteller und seinen Werken immer eine gewisse Portion an eigener Kreativität übrig. Man liest ja nur ein Buch und sieht nichts. Somit überlegt sich das Gehirn, wie die jeweiligen Szenen aussehen könnten. Jedoch bekommt man eigentlich immer mundgerechte Stücke vorgelegt, die in sich geschlossen sind. Der eigene Geist wird dabei nur angeregt, um sich die Umgebung vorzustellen, aber wird nicht wirklich selber gefordert… Doch ist es nicht eigentlich noch ein Stück interessanter, sich alles selber auszumalen? Ohne vorgelegte Story?! Das ist das Ziel von Magnus Lindkvist mit seinem Buch Trendspotting. Man soll selber zum sogenannten Trendspotter werden.

 

Doch was bedeutet das? Es sollen grundlegende Gedanken und Hilfsmittel gegeben werden, um die eigene Umwelt besser zu verstehen. Jeder beschäftigt sich unbewusst oder auch bewusst mit den Geschehnissen und den möglichen Geschehnissen in der Zukunft. Doch oftmals kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Für das richtige Gespür möchte der schwedische Autor und Futurologe sensibilisieren. "Trendspotting – Alles, was Sie wissen, ist falsch" kann also mehr als Ratgeber verstanden werden. Die ständigen Wechsel in der Wirklichkeit und die unvorhergesehenen Ereignisse sollen so schneller identifiziert werden können und daraus wiederum Schlussfolgerungen entstehen.

 

Am Ende des Buches sind laut Aussage Lindkvists die Leser in der Lage zwischen Hype und sonstigen Trends zu unterscheiden. Gerade bei beispielsweise Mode ist ein zukünftiger Trend immer ein heiß diskutiertes Thema. Wäre doch nicht schlecht, wenn man so immer ein Schritt voraus wäre und eventuell den einen oder anderen Trend im Vorfeld erkennen würde. Änderungen werden auf allen Ebenen (also Geschäfts-, Privat- und Gesellschaftsleben) wahrgenommen und sie agieren als Trendspotter. Allerdings sollte auch jedem klar sein, dass man nicht in die Zukunft sehen kann. Sonst hätte das Buch schon Bestsellerstatus und die Zahl der Lottomillionäre wäre drastisch angestiegen. Jedoch finde ich die Idee des besseren Deutens von Ereignissen für die Zukunft interessant, wenn es auch etwas sehr abstrakt erscheint in meinen Augen.

 

Da Magnus Lindkvist aber neben Autor und Futurologe mit seiner Firma sogar weltweit für Unternehmen arbeitet, um diesen ein besseres Verständnis für die Zukunft zu vermitteln, scheint, das Buch eventuell doch nicht so ganz abstrakt zu sein. Aktuell gibt es dieses als Festband für 22,80 Euro im Handel.

Last modified on Mittwoch, den 13. April 2011 um 11:46 Uhr

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